Dies sind die Kontaktdaten unserer Berufsberaterin:

Astrid Becker

Telefon: 03871 / 6337216
Fax: 03871 / 18290
E-Mail: Astrid.Becker2@arbeitsagentur.de
Internet: www.arbeitsagentur.de

Bundesagentur für Arbeit
Ludwigsluster Chaussee 5
19370 Parchim

Kontaktlehrerin für BO der Schule:
Frau I. Engel

Logo Eldetalschule_GUT

Konzept zur Berufsfrühorientierung an der Eldetalschule

Regionale Schule Domsühl

 

 1. Die Situation an der Eldetalschule Domsühl

 Die Eldetalschule-Regionale Schule Domsühl ist eine Staatliche Schule. Der Schulträger ist das Amt Parchimer Umland. An der Schule arbeiten 17 Lehrerinnen und Lehrer, sowie eine Schulsozialarbeiterin.

Die Eldetalschule-Regionale Schule Domsühl versteht sich als lebens- und berufsvorbereitende Schule. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Schülerinnen und Schüler auf den Eintritt in das Wirtschafts- und Arbeitsleben vorzubereiten und ihnen das Rüstzeug als aktive Mitglieder und Gestalter der Gesellschaft mitzugeben.

Der Einzugsbereich der Eldetalschule erstreckt sich von der Gemeinde Groß Niendorf im Nord- Osten über Grebbin östlich gelegen bis nach Spornitz im Süden. Westlich Domsühls dehnt sich das Gebiet, aus dem unsere Schüler kommen, bis nach Klinken sowie Friedrichsruhe und Zölkow im Norden.

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt ca. 21 km. Zwischen Grebbin im Osten und dem westlich gelegenen Klinken beträgt die Strecke  ca. 16 km. (jeweils in der Luftlinie betrachtet)

2. Welche Ziele verfolgen wir?

Ziel der beruflichen Frühorientierung ist es, die Schülerinnen und Schüler unserer Schule auf eine individuell angemessene Berufswahlentscheidung vorzubereiten. Die Wahl des richtigen Berufes ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben eines Menschen, da durch diese Entscheidung maßgeblich die individuelle Lebensplanung bestimmt wird.

Für unsere Arbeit heißt das, die Schüler ab der Klasse 5 in verschiedenen Stufen auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten. Diese Aufgabe soll in allen Fächern, und auch fachübergreifend durch die Nutzung aller Ressourcen realisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen für sich passende Berufsperspektiven entwickeln. Dabei sollten sowohl die persönlichen Interessen als auch die gesellschaftlichen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Ziel ist es auch den Schulabgängern eine Perspektive im Land Mecklenburg- Vorpommern aufzuzeigen. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit allen regionalen Partnern eine grundlegende Voraussetzung.

3. Maßnahmen und deren Umsetzung

Die Berufsorientierung ist als ein sich über die gesamte Schulzeit erstreckender Prozess zu betrachten. Für die einzelnen Klassenstufen könnte man die Lernziele unter folgende Überschriften setzen.

Klasse 5/6     Sensibilisieren
Klasse 7        Informieren/Reflektieren
Klasse 8        Sich ausrichten/Reflektieren
Klasse 9        Konkretisieren/Entscheiden
Klasse 10      Entscheiden
Darstellung der Lernziele

Klassenstufe 5/6           Sensibilisieren

Klassenstufe 5

– Einblicke in die Arbeitswelt erhalten
– normgerechtes Sozialverhalten bewusst machen

Klassenstufe 6

– Einblicke in die Arbeitswelt
– normgerechtes Sozialverhalten einüben

Klassenstufe 7              Informieren

 – Zukunftsvorstellungen entwickeln

– Einblicke in die Arbeitswelt
– Berufsfelder und Berufsbilder kennen lernen
– eigene Fähigkeiten und Stärken einschätzen lernen
– sich mit der Meinung Anderer auseinandersetzen

Klassenstufe 8              Sich ausrichten

-Berufsfelder und Berufsbilder kennen lernen
– eigene Fähigkeiten und Stärken einschätzen lernen
– Informations- und Beratungsangebote kennen und nutzen lernen
– sich praxisorientiert mit der Arbeitswelt auseinandersetzen
– eigene Berufsvorstellungen entwickeln
– Zugänge zu Ausbildung und Beruf kennen lernen
– Wahl des Ausbildungsortes
– eigene Fähigkeiten und Stärken in Beziehung zu beruflichen Anforderungen setzen
– erste praktische Erfahrungen sammeln (Praxislerntage, Betriebspraktikum)

Klassenstufe 9              Konkretisieren/Entscheiden

– sich mit der Arbeitswelt auseinandersetzen
– Zugänge zu Ausbildung und Beruf kennen lernen
– eigene Fähigkeiten und Stärken in Beziehung zu beruflichen Anforderungen setzen
– Berufsvorstellungen konkretisieren und Entscheidungen bewusst vorbereiten
– Perspektiven des Wunschberufes betrachten
– berufliche Alternativen/Überbrückungsmöglichkeiten kennen und einschätzen
lernen
– Bewerbungen planen und vorbereiten
– praktische Erfahrungen sammeln (Betriebspraktikum)
Klassenstufe 10   Entscheiden

– Berufsvorstellungen konkretisieren und Entscheidungen bewusst vorbereiten
– Bewerbungsunterlagen erstellen
– auf Bewerbungsgespräche vorbereiten
– berufliche Alternativen/Überbrückungsmöglichkeiten einplanen

Ein wichtiger Teil der schulischen Arbeit ist die Herausbildung von beruflichen Handlungskompetenzen. Diese lassen sich in folgende Bereiche untergliedern.

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen

– Pünktlichkeit
– Zuverlässigkeit
– Selbstständigkeit
– Leistungsbereitschaft
– Lern- und Arbeitsverhalten

Lern- und Methodenkompetenzen

– Konzentration
– Räumliches Vorstellungsvermögen
– Anwendung effektiver Lernmethoden

Fachkompetenzen

– Lesen / Schreiben
– mathematische Kenntnisse
– naturwissenschaftliche Kenntnisse
– informationstechnische Grundkenntnisse
– Allgemeinwissen

Physische Kompetenzen

– Ausdauer
– Beweglichkeit
– motorische Fähigkeiten
– handwerkliche Fähigkeiten

 Sozialkompetenzen

– Umgangsformen
– Teamfähigkeit
– Kritikfähigkeit

Für die schulische Arbeit heißt das, diese Kompetenzen in den einzelnen Jahrgangsstufen besonders herauszubilden. Daraus ergibt sich folgender Handlungsrahmen:

Klasse 5/6      Sensibilisieren 

Themen Methoden / Beispiele Kompetenzen Lernorte
Betriebe und Ausbildungsberufe im Umfeld der Schule kennen lernen Vorträge, Besichtigungen Sozialkompetenzen Schule, Betriebe

 

Eigene Wunschberufe thematisieren

Darstellungen in Form von schriftlichen Arbeiten und Präsentationen Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen Schule

 

Betriebsbesuche

Erkundungen, Berichte, Präsentationen Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen Schule, Betriebe

 

Mädchenberufe, Jungenberufe

Darstellung verschiedener Berufsbilder

Girls-/Boys Day

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen, Sozialkompetenzen Schule

 Klasse 7         Informieren/Reflektieren 

Themen Methoden Kompetenzen Lernorte
Vertiefende Informationen zu Berufen erarbeiten Internet- / Literaturrecherchen, Informationen durch die Berufsberaterin

Fachkompetenzen, Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Lern- und Methodenkompetenzen

Schule
Kennen lernen beruflicher Praxis und beruflicher Anforderungen

Betriebserkundungen, Girls-/Boys Day

 

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Sozialkompetenzen

Schule,  Betriebe
Einbinden der Eltern in den Berufswahlprozess Elternabend zur Berufsorientierung Sozialkompetenzen Schule
Hilfe im Berufswahlprozess Einführung des Berufswahlpasses, Berufsberatung

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Sozialkompetenzen

Schule
Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten Selbsterkennung

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Sozialkompetenzen

Schule, Partner

Klasse 8         Sich ausrichten/Reflektieren

Themen Methoden Kompetenzen Lernorte
Hilfe im Berufswahlprozess

Gespräche mit der Berufsberaterin

Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Sozialkompetenzen

Schule
Vertiefende Informationen zum Wunschberuf erarbeiten Internet, Literaturrecherche, Berufsberater Fachkompetenzen, Schule
Einbindung der Eltern in den Berufswahlprozess Elternabend zur Berufsorientierung Sozialkompetenzen Schule
Regionaler Arbeits- und Ausbildungsmarkt Besuch regionaler Berufsorientierungsveranstaltungen Girls-/Boys Day, Job Messen

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Sozialkompetenzen

Messen, Betriebe

 

Vertiefende Kenntnisse betrieblicher Realität Betriebserkundungen Lern- und Methodenkompetenzen

Betriebe

 

Medien zur Berufswahl Internet, Schriften der Arbeitsagentur Lern- und Methodenkompetenzen Schule
Kompetenzermittlung Verschiedene Testverfahren

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Fachkompetenzen, Lern- und Methodenkompetenzen, Sozialkompetenzen

Schule

 

kennen lernen beruflicher Praxis und beruflicher Anforderungen

Betriebscasting, Praxislerntage und Betriebspraktikum

(s. Anhang)

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Sozialkompetenzen, Fachkompetenzen

Schule, Betriebe, Partner

Klasse 9         Konkretisieren/Entscheiden 

Themen Methoden Kompetenzen Lernorte

Bewerbungsunterlagen

optimieren

Bewerbungsmappe, Bewerbungscheck Lern- und Methodenkompetenzen

Schule, Partner

 

Bewerbungsverhalten Bewerbungstraining, Vorstellungsgespräch Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen,

Schule, Partner

 

Vorbereitung der Berufswahlentscheidung Eignungsanalyse Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen

Schule

 

Medien zur Berufswahl Internet, Schriften der Arbeitsagentur Lern- und Methodenkompetenzen Schule
Überprüfung der Berufswahlentscheidung Betreuung, Beratung Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen

Schule, Berufsberaterin

 

Vorbereitung   auf die Arbeitswelt

 

Rechte und Pflichten

Ausbildungsabbruch,

Jugendarbeitsschutzgesetz

Fachkompetenzen

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen

Schule

 Klasse 10       Entscheiden 

Themen Methoden Kompetenzen Lernorte
Bewerbungsunterlagen optimieren Bewerbungsmappe Lern- und Methodenkompetenzen Schule
Bewerbungstraining

Übungen

Vorstellungsgespräch

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen Schule, Partner

gesellschaftliche Rahmenbedingungen

der Berufs und Arbeitswelt

Entwicklung und Zukunft der Berufe

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen

Fachkompetenzen

Schule

 

Berufs- und Lebensplanung

Flexibilität,

Mobilität

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen

Fachkompetenzen

Schule

 

Was tun bei Ablehnungen?

Beispiele

Möglichkeiten zur Überbrückung

Selbst- und Persönlichkeitskompetenzen

Schule, Partner, Berufsberaterin

 

Wie sollen diese Ziele im Unterricht an der Eldetalschule umgesetzt werden?

 

 Klasse 5/6      Sensibilisieren 

Fach Inhalte Partner
Geo

Wirtschaftsbereiche besonders Landwirtschaft in MV,

Industrie (Standortfaktoren, Industriezweige, Strukturwandel) Dienstleistungen

Kastanienhof Schlieven, Mecklenburger Landpute,

andere Unternehmen der Region

AWT

Berufe im Bauwesen

Technische Berufe

Philosophie Der Mensch als lernendes Wesen.

 Klasse 7         Informieren/Reflektieren 

Fach Inhalte Partner
Mathe

Besuch einer Bank

Aufgaben von Banken, Anforderungen an die Mitarbeiter

VR Bank
Philosophie Der Mensch als arbeitendes Wesen
AWT

Wirtschaftssektoren, Berufsbilder aus den einzelnen Wirtschaftssektoren, Anforderungen an Berufe

Einführung des Berufswahlpasses

Hydraulik Nord, D&W, Krüger & Voigt, Sparkasse PCH-Lübz, DBL Textil-Service …

Unternehmen der Region

Berufsberatung

AK Schule Wirtschaft, Girls-/Boys Day

 Klasse 8         Sich ausrichten/Reflektieren 

Fach Inhalte Partner
Sozialkunde Kennen lernen von Arbeitsplätzen SVZ Schwerin
Geschichte

Sozialversicherungen

Industrielle Revolution

Deutsch Darstellen von Berufsbildern (Traumberuf)
AWT

Berufsbilder aus allen Bereichen

Arbeit mit dem Berufswahlpass

Durchführung der Praxislerntage

(je einen Wochentag, s. Anhang)

Durchführung eines Betriebspraktikums (10 Tage, s. Anhang)

Unternehmen der Region (s. Kl. 7)

Jessenitzer Aus- und Weiterbildung

Berufsberatung, AK Schule Wirtschaft,

Girls-/Boys Day, Nordjob SN, Berufsmesse PCH

außerunterrichtlich

freiwilliges Praktikum

Betriebsbesichtigungen

Informieren

Elternabend

Unternehmen der Region

Berufsberater, Eltern, AK Schule Wirtschaft

 Klasse 9         Konkretisieren/Entscheiden

Fach Inhalte Partner
Sozialkunde Besuch des Gerichtes in Schwerin Gericht Schwerin
Geo Wirtschaftssektoren Unternehmen der Region (s. Kl. 7)
Deutsch

Bewerbungstraining

Vorträge Schülerfirmen

Krankenkassen, Wirtschaftsministerium
Englisch Bewerbungsschreiben
AWT

Berufsfindung

Fristen Termine für Bewerbungen

Arbeit mit dem Berufswahlpass

Bewerbungsunterlagen

Durchführung eines Betriebspraktikums

(10 Tage, s. Anhang)

pers. Gespräche mit der Berufsberaterin

Unternehmen der Region

Jessenitzer Aus- und Weiterbildung

Berufsberatung, AK Schule Wirtschaft,

Girls-/Boys Day, Nordjob SN, Berufsmesse PCH Berufsberater

außerschulisch

freiwilliges Praktikum

Betriebsbesichtigungen

Informieren

Elternabend

Unternehmen der Region

Berufsberater, Eltern, AK Schule Wirtschaft

Klasse 10       Entscheiden

Fach Inhalte Partner
Sozialkunde Besuch bei der Bundeswehr Bundeswehr
Geo Wirtschaftssysteme
Englisch Bewerbungsschreiben
AWT

Fertigstellung der Bewerbungsunterlagen,

pers. Gespräche mit der Berufsberaterin,

Wirtschaften im Unternehmen und im privaten Haushalt, Besuch von Berufsinformationsveranstaltungen

Unternehmen der Region (s. Kl. 7)

Berufsberatung, AK Schule Wirtschaft,

bei Bedarf: Nordjob SN, Berufsmesse PCH Berufsberaterin

außerschulisch

freiwilliges Praktikum

Betriebsbesichtigungen

Informieren

Unternehmen der Region

 

 ANHANG

Praxislerntage

Unsere Schüler lernen in den Klassen 5 – 8 während berufsorientierender Erkundungen regionale Unternehmen kennen.

Die Praxislerntage ermöglichen den Schülern nun einen ersten Einblick in betriebliche Abläufe sowie in den Arbeitsalltag eines regionalen Unternehmens.

Berufsbilder, über die die Schüler sich im Unterricht und im BIZ informierten, können so in der Praxis erkundet und mit eigenen Vorstellungen und Fähigkeiten verglichen werden. Ziel ist es auch, den Schülern die Auswahl eines geeigneten Unternehmens zum Schülerbetriebspraktikum am Ende des Schuljahres zu erleichtern.

Zur Organisation:

In der Regel finden die Praxislerntage im 2. Schulhalbjahr an fünf unterschiedlichen Wochentagen im Zeitraum zweier Schulwochen statt.

Den Schülern ist es möglich, an jedem einzelnen Praxislerntag ein Unternehmen zu erkunden. Ebenso können die Erkundungen sich auch auf drei Unternehmen beschränken.

Im AWT- Unterricht werden diese Praxistage entsprechend vor- und nachbereitet (Beratung bei der Wahl der Unternehmen, Aufgabenerteilung, Besuch am Praxisort/ je nach Unterrichtssituation und Auswertung).

 

 

Schüler- Betriebspraktikum

Unsere Schüler absolvieren in den Klassenstufen 8 und 9 ein Schüler- Betriebspraktikum, welches zur Erweiterung ihres Verständnisses der Arbeits- und Berufswelt beitragen soll. Hier bewähren sie sich im betrieblichen Alltag und überprüfen die eigenen Potenziale und Kompetenzen.

Dient das 14-tägige Praktikum in Klasse 8 noch vornehmlich der Orientierung in der Berufswahl, so soll ihnen dies in Klasse9 vor allem den Übergang in die Berufsausbildung erleichtern.

Mitarbeiter der Unternehmen betreuen und beobachten die Schüler auch als mögliche Auszubildende in ihrer praktischen Tätigkeit über einen Zeitraum von jeweils zehn zusammenhängenden Arbeitstagen.

Den Schülern obliegt die Wahl der Praktikumsbetriebe entsprechend ihren Berufswünschen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den regionalen Unternehmen. In Ausnahmefällen (z. B. bei seltenen/sehr speziellen Berufen bzw. besonderen Umständen) kann ein Praktikum auf Antrag in einem anderen Bundesland erfolgen.

(siehe auch: „Richtlinie zur Berufsorientierung an allgemein bildenden und beruflichen Schulen“ www.bm.regierung-mv.de/)

 

Ergänzende Berufsorientierungsmaßnahmen (BOM)

Seit Februar 2015 gibt es schulergänzende Berufsorientierungsmaßnahmen. Möglich macht dies eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Regionaldirektion Nord der Bundes­agentur für Arbeit.

An dieser Maßnahmen nimmt unsere Schule seitdem mit ausgewählten Modulen teil.

 Modul A: Learn about skills – Der Berufswahlparcours

(Fähigkeiten kennenlernen – Berufswahlprozess starten)

  • Ziel: Stärken identifizieren; Orientierungshilfen für zielführende Praktika geben; Entdecken der realisierbaren beruflichen Möglichkeiten.
  • Ab 7. Klasse

In diesem Berufswahlparcours können Schülerinnen und Schüler mindestens vier unterschiedliche Stationen durchlaufen, an denen sie mit handlungsorientierten Aufgaben betraut werden. Aus deren Bearbeitung können erste Rückschlüsse über vorliegende Stärken der Schülerinnen und Schüler gewonnen werden. Hierdurch sollen die Schülerinnen und Schüler erste Hinweise für den weiteren Berufswahlprozess erhalten.

Durch das Absolvieren des Moduls sollen die Teilnehmenden

  • erste Hinweise über ihre Stärken erhalten
  • erfahren, wie sie ihre Stärken für den Prozess der Berufswahl- und Zukunftsplanung nutzen können
  • erkennen, dass es sich lohnen kann, sich für seine Ziele anzustrengen
  • Berufsfelder der Region kennen lernen, die zu ihren Stärken passen
  • Orientierungshilfen für zielführende Praktika erhalten
  • realisierbare berufliche Möglichkeiten entdecken

Es werden Stärken zu folgenden Bereichen beobachtet:

  • Geschick
  • Phantasie
  • Naturverbundenheit
  • Organisation
  • Kommunikation
  • soziales Engagement
  • Zahlenverständnis

 

Modul C: Betriebscasting – Wähle Deine Zukunft

(regionale Ausbildungsbetriebe erkunden)

Ziel: Recherche- und Realisierungsstrategien entwickeln insbesondere in Kleinbetrieben, die Besuche nicht selbst organisieren können; sich bei KMU bekanntmachen

  • Ab 7. Klasse

Im Rahmen von eintägigen Exkursionen z. B. Berufskunde- oder Brancheninformationstage erhalten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, vor Ort die Ausbildungsmöglichkeiten in Kleinbetrieben insbesondere aus weniger von Ausbildungssuchenden nachgefragten Branchen (Berufe außerhalb der sogenannten „Top 10-Wünsche) kennen zu lernen. Dabei geht es auch darum, Recherche- und Realisierungsstrategien, insbesondere in Kleinbetrieben, zu entwickeln und sich bei Klein- und mittelständischen Unternehmen bekannt zu machen.

 

Modul D: Fit for next step – Die Zukunftswerkstatt

(Bewerbung und Vorstellung)

 Ziel: Selbstmarketing, Selbstreflexion und Realisierungskompetenz stärken.

  • Ab Vorabgangsklasse oder Abgangsklasse

In diesem Modul geht es um die Stärkung der Selbsteinschätzung und der Realisierungskompetenz von Schülerinnen und Schülern allgemeinbildendender Schulen im Hinblick auf ihre Bewerbungsaktivitäten auf dem Ausbildungsmarkt. Dazu wird den Schülerinnen und Schülern Wissen über den regionalen Ausbildungsmarkt, Möglichkeiten der Ausbildungssuche und Berufsfelder aufgezeigt, die ihren Stärken entsprechen. Die Schülerinnen und Schüler sollen nach Abschluss des Moduls in der Lage sein, sich zu bewerben und sollen über eine individuelle Musterbewerbungsmappe verfügen. Sie können Bewerbungsschreiben individuell an Ausbildungsangebote anpassen und sich erfolgreich um einen Praktikums- und Ausbildungsplatz bewerben und vorstellen. Das Modul besteht aus zwei Bausteinen:

  • Baustein Basis
  • Baustein Aufbau

Modul E: Active summer – Das Berufsorientierungscamp

(Zugänge zur beruflichen Orientierung finden)

 Ziel: Schüler/innen werden aus ihrem belastenden Umfeld herausgelöst und lernen den Sinn und Zweck von Ausbildung und Arbeit kennen

  • Ab 7. Klasse

Für das Berufsorientierungscamp (Modul E) erfolgt keine Anmeldung durch die Schule. Das Modul ist nicht für eine klassenweise Teilnahme gedacht, sondern für einzelne ausgewählte Schülerinnen und Schüler, die einen besonders hohen Unterstützungsbedarf in Fragen der Berufswahl haben. Die Schule/die Lehrkraft kann die Teilnahme für solche Schülerinnen und Schüler aber gern empfehlen.

Die Teilnehmenden sollen in einer außerschulischen und außerfamiliären Umgebung den Sinn und Zweck von Arbeit und Ausbildung kennenlernen. Dadurch soll Interesse an einer späteren qualifizierten beruflichen Tätigkeit geweckt und die individuelle Informations- / Berufswahlkompetenz erhöht werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Bedeutung von Soft Skills für den Berufsalltag erkennen und diese verbessern. Die Teilnehmenden sollen regionale Beratungsangebote auch zur Bewältigung familiärer und persönlicher Probleme kennen lernen sowie Unterstützung bei der Planung der nächsten Schritte im Berufswahlprozess erhalten. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler ab Beendigung der 8. Klassenstufe, die aufgrund einer sozialen Benachteiligung einen sehr hohen Unterstützungsbedarf in Fragen der Berufswahl haben.

Modulbeschreibung

Während des Berufsorientierungscamps sollen Jugendliche

  • sich selbst und ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten entdecken
  • erste eigene Wünsche hinsichtlich einer persönlichen und beruflichen Zukunft definieren und formulieren
  • ihre eigenen Entscheidungsstrukturen kennen lernen, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken
  • ihr Auftreten und eigene Verhaltensweisen und die Wirkung auf andere reflektieren und aufarbeiten und
  • das bisherige berufliche Spektrum erweitern (Kennenlernen unterschiedlicher Anforderungen aus verschiedenen Berufsfeldern) und sich darin orientieren (welches Berufsfeld/welche weitere schulische Laufbahn entspricht meinen Fähigkeiten und Interessen?).

Des Weiteren sollen Sozial- und Teamfähigkeit trainiert und gefördert, das Demokratieverständnis gestärkt sowie bei Bedarf Hilfestellung bei der Bewältigung persönlicher bzw. familiärer Schwierigkeiten gegeben werden.

Dauer

Das Berufsorientierungscamp findet während der Sommerferien an einer außerschulischen Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern statt und dauert 2 Wochen.

Kosten

Den Teilnehmenden entstehen keine Kosten. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Fahrkosten während der Teilnahme werden von der Agentur für Arbeit und dem Land Mecklenburg- Vorpommern getragen. Lediglich die Kosten für An- und Abreise zum Camp tragen die Teilnehmenden selbst.

Diese Maßnahme wurde den Schülerinnen und Schülern bislang vorgeschlagen. Jedoch wurde noch kein Interesse daran bekundet.