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Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts besuchte die 10. Klasse am 16.Februar das Dokumentationszentrum in Schwerin. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Stasi-Gefängnis, das heute eine Dauerausstellung beherbergt.

„Im Schweriner Dokumentationszentrum bleibt ein finsteres Kapitel unvergessen“
Wer seinen Fuß in das ehemalige Stasi-Gefängnis am Obotritenring 106 setzt, wird nie vergessen, was er hier zu sehen bekommt. Hier hielt die Stasi vor 1989 viele Menschen gefangen, die die DDR kritisierten, sie verlassen wollten oder es versucht hatten. Wer die Zellen und Flure sieht, ahnt, wie es diesen Häftlingen ergangen sein muss. Viele Schicksale von Menschen aus dem ehemaligen Bezirk Schwerin lassen sich hier nachlesen. Wären sie nicht so ergreifend, würden sie sich beinahe wie ein Krimi lesen. Hier saßen Menschen in Untersuchungshaft bei deren Strafverfahren die politischen Interessen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED) über das Recht dominierten. […]
(Quelle: http://www.broda-72.de/stasi_gefangnis/stasi_gefangnis.html)

Ein besonderer Dank geht an Frau Müller, die einen aufschlussreichen Workshop sowie eine überaus interessante Führung leitete.

Das Highlight kam zum Schluss. Das Dokumentationszentrum arbeitet eng mit Zeitzeugen zusammen, auch die 10. Klasse bekam daher die Möglichkeit, mit einem Zeitzeugen, der selbst in dieser Einrichtung inhaftiert war, zu sprechen. Nach einer sehr emotionalen Erzählung seiner persönlichen Geschichte, durften die Schüler Fragen stellen, aus denen sich ein tolles Gespräch entwickelte. Auch die Schüler zeigten sich sichtlich ergriffen, weshalb dieser Besuch sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.